ENDSTATION IRGENDWO?
Meine nächste Bushaltestelle heisst «Im Heidenloch». Für einen Pfarrer ist dieses heidnische Loch vielleicht etwas unpassend, aber man kann es ja auch mit Humor nehmen.
Als ich noch im Pfarrhaus von Arisdorf gewohnt habe, nahm ich jeweils einen Bus mit der Endstation «Lupsingen Pfarrhaus» – schon etwas passender, oder?
Früher wohnte ich in Riehen und nutzte jeweils den Bus « Endstation Friedhof am Hörnli», eine unübersehbare Erinnerung an die eigene Sterblichkeit. Der berühmte berner Mundartdichter Mani Matter (4. 8. 1936 – 24. 11. 1972) hat ein darüber Lied geschaffen, dass er an einer Strasse zum Friedhof wohnt. In gewohnt tiefsinniger Weise schrieb er über Tod und Sterben.
Mani Matters Werk erinnert daran, dass die Endstation in unserem Leben auch bei komplizierten Lebensreisen am Ende immer ins Leben danach führt. Um die Endstation Himmel zu erreichen, benötigen wir ein Ticket, das Jesus Christus schon für uns bezahlt hat. Wir müssen das Geschenk nur annehmen.
Wenn Sie das nächste mal im Bus sind, denken Sie doch mal an die himmlische Perspektive des Busfahrens!
Pfarrer Lukas Michel