Editorial aus dem “KircheAktuell”:
WAS PRÄGT MICH?
«Im Laufe meines Lebens gab es viele prägende Menschen und Momente.»
Ich denke, dass dieser Satz für alle von uns Gültigkeit hat. Da sind zum einen gute Erlebnisse, die mich gestärkt und erfüllt haben und zum anderen schlechte, belastende Erfahrungen. Aber diese haben mich in der Regel ebenfalls stärker gemacht. Sie sind einfach nicht so angenehm!
Wie gut, dass ich immer wieder Menschen begegnen durfte und darf, die mich unterstützen, mir vertrauen, mich korrigieren und mich lieben. Sie geben mir das Rüstzeug mit, das ich für mein Leben brauche. Dann ist da aber noch einer! Gott hat mir das Leben geschenkt. Er hat mich ausgestattet mit Gaben und Grenzen und einer Idee, wie mein Leben gelingen kann. Er möchte, dass ich mich dort eingebe, wo ich etwas bewirken kann und nicht dort, wo ich gegen Windmühlen ankämpfen muss. Aber wie finde ich heraus, wo mein Platz ist? Gibt es eine Anleitung für mich und auch eine für Dich?
Jedes Kind probiert aus, freut sich, wenn es klappt, ist frustriert, wenn es nicht funktioniert, geht das nächste «Projekt» an, hat erste Erfolge, dann wieder einen Dämpfer. Bei uns Erwachsenen ist es gar nicht so anders, aber wir sind vorsichtiger und manchmal auch mutlos. Nach dem Motto: «Ich kann das nicht. Ich bin zu jung, zu alt, zu unbegabt, zu…»
Vielleicht braucht es nur eine Frage und eine Bitte an jedem Morgen unseres Lebens: «Was hast Du, Gott, heute mit mir vor? Brauche mich!»
Edith Maier