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KircheAktuell vom 31.7.2026

publiziert am 31. Juli 2026

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DER BAUM «ZMITZT» IM GARTEN

«Und führe uns nicht in Versuchung…» beten wir immer wieder als Teil des Gebets das Jesus uns lehrte. Es ist normal, dass man als Mensch immer wieder in Versuchung geführt wird. Jesus wusste das und lehrt seine Jüngern darum: Betet zu Gott, dass die Versuchung nicht zu schlimm wird. In der biblischen Geschichte werden schon die ersten beiden Menschheitsvertreter versucht. Von allen Bäumen dürfen sie essen, nur nicht von dem Baum der Erkenntnis, so sagt Gott es ihnen. Ein verlockender Baum, dessen Früchte sogar noch verlockend und lecker aussehen, wie die Bibel berichtet.  

Spannend ist, wo Gott diesen verbotenen Baum hinstellt? Er steht nicht am Rand, sondern mitten im Garten. Adam und Eva müssen tagtäglich daran vorbeilaufen. Die Versuchung liegt ihnen ständig vor Augen. Kein Wunder dauert es nicht mal ein Kapitel, bis sie ihr erliegen. (Auch wenn die Schlange natürlich massgeblich daran beteiligt ist.)  

In meinem Leben sind Früchte (und Gemüse) keine Versuchung mehr. Es würde mir sogar gut tun etwas mehr Grünzeug zu essen. Aber es gibt andere Versuchungen die «zmitzt» in meinem Garten gepflanzt sind: Zum Beispiel das Handy: Ständige Zerstreuung, Ablenkung und Negatives nur einen Handgriff entfernt. Wie gehe ich mit dieser und anderen Versuchungen um? Es lohnt sich auch für mich, 2000 Jahre später noch zu beten: «Und führe uns nicht in Versuchung, sondern erlöse uns von dem Bösen.» Amen. 

Lysander Jakobi, Pfarrer